Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Döhnert, Susanne

    Dissertationsthema:
    "
    Wir, ich und die Menschenrechte. Sozialpsychologische Reflexion zu den Voraussetzungen der Legitimität von Menschenrechten."

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
    Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Paradeplatz 4
    97070 Würzburg

    E-Mail an Frau Döhnert

    Erstbetreuer:  Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz

    Zweitbetreuer: 

    Prof. Dr. Andreas Göbel

    PD Dr. Jan Künzler

     Klasse in der Graduiertenschule: "Bildung und Kultur"

    Promotion in der Graduiertenschule ab WS 2014/2015.

    Abstract:
    Menschenrechte sind juristisch die Grundlage gegenwärtigen staatlichen Handelns, sozial ein Ordnungsmuster der Gesellschaft und individuell Orientierungsmaximen des menschlichen Handelns. In allen Fällen erheben die Menschenrechte den Anspruch auf universelle Gültigkeit, sie beziehen sich auf alle Menschen, einfach aus der Tatsache heraus, dass sie „Menschen“ sind. Die Entwicklung der Menschenrechte und ihrer Geltung beruhen auf der Zustimmung zu ihnen durch die Gesellschaft und durch den Einzelnen. Daher bedarf es einer Kultur der Menschenrechte, die nicht allein auf der Kenntnis der Menschenrechte beruht, sondern ebenso auf Achtung ihrer Bedeutung, auf sozial akzeptierte Interpretation und auf selbstverständliche Anwendung.

    Hinsichtlich der Legitimität der Menschenrechte können soziale bzw. kulturelle Faktoren von großer Bedeutung sein. In diesem Dissertationsvorhaben werden die gesellschaftlichen Voraussetzungen als Rahmen für die Deutung der Einstellung zu den Menschenrechten aufgegriffen. Haltungen zur gesellschaftlichen Differenzierung, zur Vernetzung der Gesellschaften sowie zu den eigenen Werten und Anschauungen bestimmen mit, wie Jugendliche die Menschenrechte auffassen und bewerten. Insbesondere geht es dabei um die Einstellung zu populistischen Haltungen (z.B. „law and order“), um die Erfahrung von Gerechtigkeit im öffentlichen Leben, um die Bewertung zentraler gesellschaftlicher Probleme, individueller Wertorientierungen und Persönlichkeitseigenschaften von Jugendlichen. Diese Faktoren können Einfluss haben auf die Einstellung zu den Menschenrechten und den Werten, die sie tragen. Sie bilden den Rahmen, der positiv, neutral oder negativ mit Einstellungen gegenüber den Menschenrechten zusammenhängen kann.

    Das Dissertationsprojekt wird durchgeführt im Kontext des internationalen Forschungsprojektes „Religion and human Rights 2.0“. Die Daten wurden in allen Regionen Deutschlands erhoben, mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 - 17 Jahren haben sich an der Umfrage beteiligt.


    Kontakt

    Graduate School of the Humanities
    Josef-Schneider-Straße 2
    Haus D15
    97080 Würzburg

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