Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Zangs, Gesche Mareke

    Dissertationsthema: "Durchführung einer philosophisch-theoretischen Untersuchung des Arbeitsbegriffs zur Begründung einer Karriereberatung ohne primäre Besitz- und Machtorientierung."

    Stipendium: Promotionsstipendium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) (1.12.2009 - 31.3.2013)

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft
    Philosophische Fakultät II
    Am Hubland
    97074 Würzburg

    E-Mail an Frau Zangs

    Erstbetreuer: Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus

    Zweitbetreuer: 

    Prof. Dr. Andreas Nießeler

    PD Dr. Egbert Witte

    Klasse in der Graduiertenschule: "Bildung und Kultur"

    Promotion in der Graduiertenschule seit WS 2009/2010.

    Abstract:
    Die Arbeit sieht zunächst eine genealogische Untersuchung des Begriffs der Arbeit und seiner Veränderung über die Jahrhunderte vor. Dabei wird ein historischer Querschnitt des Arbeitsbegriffs unter besonderer Berücksichtigung des Nutzenbegriffs (Comenius), des Berufs bzw. der Berufung und der Selbst- bzw. Weltverwirklichung erstellt.

    Aufbauend auf dieser historischen Analyse soll ein philosophisch-theoretischer Arbeitsbegriff als Grundlage einer neu zu denkenden Karriereberatung installiert werden.
    Ziel der Untersuchung ist es, einen Arbeitsbegriff zu entwickeln, der nicht nur die heute zumeist anzutreffende Deutung von Karriere zulässt, nach der Aufstieg und Erfolg sowie Besitz und Macht untrennbar mit Karriere verwoben sind. Vielmehr soll die Einführung des philosophisch-theoretischen Arbeitsbegriffs dazu beitragen, Karriere im ursprünglichen Sinne des lateinischen Ursprungswort zu denken, in der „carrus“ Wagen bedeutet und damit für Bewegung steht.

    Nach Abschluss dieser Forschung und Formulierung einer Definition des philosophisch-theoretischen Arbeitsbegriffes wird in einem nächsten Schritt die Beratung einer genauen Analyse unterzogen. Da der Begriff nicht geschützt ist und auch in anderen Wissenschaftszweigen wie z. B. der Psychologie häufig verwendet wird soll auch hier eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Beratung aus der Antike stattfinden. Aus dieser ist die pädagogische Beratung maßgeblich gewachsen und von ihr profitiert sie noch heute. Autoren wie Seneca, Platon und Aristoteles spielen in diesem Teil eine wichtige Rolle. Die historische Bedeutung des Begriffes „Beratung“ soll folglich unter Berücksichtigung eines pädagogischen Bezugsrahmens und Einbeziehung der aktuellen Bedürfnisse der Menschen in die heutige Zeit übertragen werden. In der Pädagogik wird Beratung als Prozess einer kritischen Aufklärung mit dem Ziel einer mündigen Lebensführung interpretiert. Ihr Ziel ist die Aufklärung des Menschen durch das Aufzeigen von Handlungswegen.

    Der Anspruch der Arbeit besteht darin, aus pädagogischer Sichtweise Antworten für Probleme der Ökonomie zu finden. So kämpfen Unternehmen häufig mit der „innerlichen Kündigung“, mit Motivations- und Effizienzproblemen ihrer Mitarbeiter. Es soll gezeigt werden, dass eine konsequente Durchführung von Karriereberatung dazu beitragen kann, dass Mitarbeiter zufriedener sind und in ihrem Beruf Selbstverwirklichung erfahren. Hiervon profitiert die Ökonomie. Ihre Legitimation erfährt diese Art der Karriereberatung aber vor allem auch dadurch, dass gezeigt wird, dass sie ein Instrument zum gegenseitigen Vorteil von Unternehmen und Mitarbeitern ist.


     

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