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Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Petz, Julia

    Dissertationsthema:
    "Platonische Fragen"

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Julius-Maximilians-Universität
    Institut für Philosophie
    Residenz - Südflügel
    97070 Würzburg

    E-Mail an Frau Petz

    Erstbetreuer: 

    Prof. Dr. Jörn Müller

    Zweitbetreuende: 

    Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse

    Prof. Dr. Christoph Horn (Univ. Bonn)

    Klasse in der Graduiertenschule: "Philosophie, Sprachen, Künste"

    Promotion in der Graduiertenschule ab SS 2020.

    Abstract:  In Platons Dialogen tritt Sokrates als Fragender auf. Er philosophiert, indem er ein Gegenüber nach dem Wesen der Besonnenheit, Tugend, Gerechtigkeit, Liebe oder Frömmigkeit fragt. Die Frage erscheint dabei als ein epistemologisch unverfängliches Instrument: Da Sokrates selbst keine Antworten formuliert, kann er behaupten, nichts zu wissen.

    Vor diesem Hintergrund stellt die Frage bloß ein Mittel von Sokrates dar, das Gegenüber von falschen Überzeugungen zu befreien. In meiner Dissertation möchte ich eine weitere und neue Perspektive auf die Fragen in Platons Philosophie entwickeln, nach der sie in erster Linie darauf abzielen, die Struktur der Wirklichkeit erkennbar zu machen. In ihrem Ansatz setzt sich die Arbeit damit von der bisherigen Forschung ab, die die platonische Frage vor allem in ihrer didaktischen und literarischen Bedeutung behandelt hat.

    Um zu klären, wie Fragen ihrer theoretischeren Funktion in der Wirklichkeitserforschung nachkommen (können), soll eine systematische Untersuchung darüber erfolgen, welche
    Fragen in den Dialogen auf welche Art, mit welcher Absicht und unter welchen Umständen gestellt werden. Ein Modell platonischer Fragen, das am Ende dieser Untersuchung stehen wird, soll ermöglichen, die Verbindung zwischen der Frage und der Erforschung der ontologischen Grundstrukturen der Welt zu klären, die sich im gesamten Werk findet. Gleichzeitig soll es aufzeigen können, wie sich Veränderungen der Fragen innerhalb des Korpus, etwa zwischen den offenen Definitionsfragen der Frühdialoge und den geschlossenen, dihairetischen Fragen der Spätdialoge, verstehen lassen.