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Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Voit, Verena

    Dissertationsthema: "Längsschnittliche Untersuchung prälexikalischer Vokalisationen bei Säuglingen vom 2. bis zum 6. Monat – Signalanalytische Charakterisierung von Struktureigenschaften der Melodie und ersten artikulatorischen Elementen in dieser vokalen Expansionsphase."

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen
    Poliklinik für Kieferorthopädie
    Pleicherwall 2
    97070 Würzburg
    Tel.: 0931/ 201- 7 34 30

    E-Mail an Frau Voit

    Erstbetreuer:Prof. Dr. Detlef Hansen

    Zweitbetreuer: 

    Prof. Dr. Wolfgang Schneider

    Frau Prof. Dr. Wermke

    Klasse in der Graduiertenschule:  "Bildung und Kultur"

    Promotion in der Graduiertenschule seit WS 2011/2012.

    Abstract:
    Es ist bekannt, dass die Entwicklung der Melodie (Grundfrequenzverlauf) der Lautäußerungen von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt, die sich in einer gerichteten Abfolge in der Entwicklung von einfachen zu zunehmend komplexeren Melodien der Vokalisationen zeigt. Besonderheiten dieser frühen Melodieentwicklung scheinen auch, so lassen erste Längsschnittstudien bis zum Alter von 5 Jahren vermuten, ein Marker für ein potentielles Risiko einer späteren Spracherwerbsverzögerung zu sein. Eine Abweichung in der Melodieentwicklung könnte auch Störungen der frühen Artikulationsentwicklung hervorrufen. Die sogenannte Expansionsphase stellt die Übergangsphase zwischen der frühen „Schreiphase“ und der Phase des ersten Auftretens kanonischer Babbelsilben dar. In diesem Alter vollziehen sich, bedingt durch Reifungsvorgänge, enorme morphologische und neurophysiologische Veränderungen im Vokaltrakt, die im Auftreten artikulatorischer Elemente in den Vokalisationen reflektiert werden. Das Zusammenspiel zwischen Phonation (Melodie) und Artikulation in dieser Entwicklungsphase zu charakterisieren, erlaubt ein besseres Verständnis der frühen Erwerbsschritte auf dem Weg zur Sprache und deren indikatorische Valenz.

    Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden Vokalisationen entwicklungsunauffälliger Babys im Alter zwischen zwei und sechs Monaten (Expansionsphase: Gurren, marginales Babbeln) digital aufgezeichnet und nachfolgend analysiert und charakterisiert. Die Analyse dieser Laute umfasst vor allem eine objektive Auswertung der Signaleigenschaften der Melodie sowie erster artikulatorischer Elemente. Diese Art der Auswertung erlaubt ein besseres Verständnis der beginnenden artikulatorischen Entwicklung im Wechselspiel mit den „Zielvorgaben“ der muttersprachlichen Prosodie. Die Ergebnisse werden unter Verwendung existierender früher vokaler Erwerbsmodelle interpretiert und sollen helfen Methoden zu entwickeln, um die vorsprachliche Entwicklung bei Kindern mit spezifischen Risikofaktoren für den Sprech- und Spracherwerb (z.B. hörgeschädigte Kinder) objektiver evaluieren zu können. Damit wird auch ein Beitrag zur Entwicklung innovativer Methoden im Bereich früher sprachheilpädagogischer Interventionsmaßnahmen geleistet.

     


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