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Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Middelhoff, Frederike

    Dissertationsthema:
    "Literarische Autozoographien – Figurationen des autobiographischen Tieres (1789-1922)."

    Title of doctoral thesis:
    "Literary Autozoographies – Figurations of the Autobiographical Animal (1789-1922)."

    Promotionsstipendium
    der Studienstiftung des deutschen Volkes
    (1.3.2015 - 28.2.2018).

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Institut für deutsche Philologie/
    Neuere deutsche Literaturgeschichte
    Am Hubland
    D-97074 Würzburg

    E-Mail an Frau Middelhoff

    Erstbetreuer: Prof. Dr. Roland Borgards

    Zweitbetreuer:

    Prof. Dr. Fotis Jannidis

    Frau Prof. Dr. Isabel Karremann

    Klasse in der Graduiertenschule: „Philosophie, Sprachen, Künste“

    Promotion in der Graduiertenschule ab WS 2014/2015.

    Abstract (deutsch):
    Das Dissertationsprojekt leistet eine systematische Aufarbeitung sowie kultur- und wissensgeschichtlich orientierte Kontextualisierung einer bislang unerforschten Gattung der deutschen Literaturgeschichte. Literarische Autozoographien sind quasi-autobiographische Ich-Romane, in denen ein Tier seine Lebensgeschichte erzählt. Die Figur des autobiographischen Tieres war im ‚langen 19. Jahrhundert‘ allerdings kein ausschließlich literarisches Phänomen. Im Rahmen einer wissensgeschichtlichen Rekonstruktion des Entstehungs- und Entwicklungskontextes der Gattung kann das Dissertationsprojekt zeigen, dass vor dem Hintergrund der Frage nach dem Seelenvermögen der Tiere im gesamten Untersuchungszeitraum in der Tierseelenkunde, der Tierschutzbewegung und der Naturgeschichte über die Autobiographiefähigkeit der Tiere nachgedacht und immer wieder stellvertretend, prosopopoietisch für Tiere gesprochen wurde. Im ersten Teil untersucht die Dissertation, in welchen theoretischen und ästhetischen Formationen die Figur des autobiographischen Tieres um und nach 1800 dies-, vor allem aber auch jenseits der Literatur auftaucht. Auf diese Weise können literarische Autozoographien als Teil spezifischer diskursiver Formationen identifiziert werden. Im zweiten Teil analysiert und interpretiert die Studie exemplarische Vorformen und Prototypen literarischer Autozoographien. Gezeigt wird dabei nicht nur, dass die quasi-autobiographischen Ich-Romane der Pferde, Katzen und Hunde am jeweiligen assimilationistischen Artenwissen ihrer Zeit partizipieren, sondern dieses Wissen gleichzeitig auch als ein Zuschreibungswissen reflektieren. Zudem widmet sich die Untersuchung in diesem Teil den konstitutiven und funktionalen Zusammenhängen zwischen literarischen Autozoographien, pikaresken Romanen und der Gattung der Autobiographie.

    Abstract (English):
    The dissertation project systematically reconstructs the cultural and epistemological contexts of a yet unexplored genre in German literary history. Literary autozoographies are quasi-autobiographical first-person novels in which an animal narrates his*her life. Yet in ‘the long nineteenth century’, the figure of the autobiographical animal was not a mere literary phenomenon. Exploring the historical, epistemological backgrounds of the genre, the project shows that the genesis and development of literary autozoographies was accompanied by a discourse on ‘animal souls’ which saw animal psychologists, animal-rights activists and natural historians not only thinking about animals’ autobiographical capacities but also speaking for animals prosopopoetically. In the first part, the project investigates the theoretical and aesthetical formations in which the figure of the autobiographical animal manifested itself, showing that literary autozoographies contributed to specific discursive formations. In the second part, the study analyses and interprets pre- and prototypical literary autozoographies of horses, cats, and dogs, showing that the texts not only re-write assimilationist knowledge on animal species but also reflect that this knowledge relies on attributions, projections and aesthetic forms of production. Furthermore, this part elaborates on the constituitive and functional relations between literary autozoographies, picaresque novels and factual autobiographies.


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