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Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Reiter, Stefanie (geb. Anzenhofer)

    Wir gratulieren herzlich zum bestandenen Rigorosum
    am 6.7.2012.

    Dissertationsthema:
    "Musikalische Graphen – Entwicklung des Verständnisses graphischer Darstellungen im fächerübergreifenden Mathematik- und Musikunterricht."

    Stipendium: „Würzburg-Stipendium“ der Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften der Universität Würzburg (1. Mai 2008- 30. September 2010).

    E-Mail an Frau Reiter

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    Erstbetreuer: Prof. Dr. H.-G. Weigand

    Zweitbetreuer: 
    Prof. Dr. F. Brusniak

    Prof. Dr. T. Weth (Univ. Erlangen-Nürnberg)

    Klasse in der Graduiertenschule: Bildung und Kultur

    Promotion in der Graduiertenschule seit WS 2007/2008.

    Abstract:
    Im Mathematikunterricht nimmt das Arbeiten mit Funktionsgraphen eine zentrale Rolle ein. Auch im Musikunterricht bilden graphische Darstellungen als Überlieferungsform von Musik die Basis vieler Tätigkeiten. Dennoch ist bekannt, dass Schülerinnen und Schüler in beiden Bereichen leichermaßen Schwierigkeiten beim Interpretieren, Analysieren und Erstellen dieser Darstellungen aufweisen.

    Ausgehend von dieser gemeinsamen Problematik wurde ein fächerübergreifender Ansatz für den Mathematik- und Musikunterricht entwickelt, bei dem Funktionsgraphen mit musikalischen Grundkompetenzen wie Hören und Beschreiben, Lesen und Notieren, Musizieren (Stimme undInstrument), Bearbeiten und Erfinden sowie Kontexte Herstellen kombiniert werden.

    Dieser theoretische Entwurf wurde als Basis für eine empirische Unterrichtsstudie für den athematik- und Musikunterricht genützt, in der Graphen hörend erkannt, graphische Notationen musizierend sowie Graphen kompositorisch umgesetzt werden. Dabei wird aus Sicht der Mathematikdidaktik zum einen der Frage nachgegangen, inwiefern Schülerinnen und Schüler  urch diese auditive Darbietung von Funktionsgraphen ihre Wahrnehmung verstärkt auf Eigenschaften und Änderungsverhalten der verschiedenen Funktionstypen lenken, und inwiefern die verschiedenen Funktionstypen vergleichend in Beziehung gesetzt werden. Zum anderen soll das Wissen über verschiedene Funktionstypen genutzt werden, um graphische Notationen musikalisch umzusetzen und Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit zum Musizieren und Interpretieren von graphischen Notationsweisen aus dem Bereich der Neuen Musik zu geben. Erweitert wird dies durch die Notwendigkeit des Begründens und präzisen Formulierens aufgrund der auditiven Wahrnehmung, welche eine ausschließlich subjektive und zudem nicht eindeutige Identifizierung erlaubt.

    Indem der Klang von Graphen als Mittel beim Komponieren verwendet wird, eröffnet sich für jede Schülerin und jeden Schüler sowohl für den Musik- als auch Mathematikunterricht der Bereich des expressiv kreativen Arbeitens.