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Intern
    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Stippler, Georg

    Wir gratulieren herzlich zum bestandenen Rigorosum
    am 14.8.2012.

    Dissertationsthema:
    "Der Wiederaufbau des Würzburger Domes nach dem II. Weltkrieg".

    Kontaktadresse an der Universität Würzburg:
    Fachbereich Kirchengeschichte

    Email an Herrn Stippler

    Erstbetreuer:
    Prof. Wolfgang Weiß (Fränkische Kirchengeschichte)

    Zweitbetreuer:

    Prof. Wolfgang Altgeld (Neueste Geschichte)

    apl. Prof. Dieter Feineis (Kirchengeschichte)

    Klasse in der Graduiertenschule: Altertum, Geschichte & Religion

    Promotion in der Graduiertenschule seit SS 2008.

    Abstract:
    Der Würzburger Dom ist die viertgrößte romanische Kathedralkirche Deutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Bau häufig baulich verändert, doch sind die Ursprünge des Domes zum Teil bis heute im Original erhalten. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und ein Jahr später der Zusammenbruch der nördlichen Hochschiffwand ließen den Würzburger Dom zu einer Ruine werden, die als letzte deutsche Domkirche erst 1967 wieder eingeweiht werden konnte. Das Mittelschiff des Domes wurde im romanischen Stil rekonstruiert, während der Chorraum und die beiden Querschiffe im barocken Baustil restauriert worden sind. Die Moderne des 20. Jahrhunderts findet sich in der Ausgestaltung des Altarraumes, der Seitenaltäre und zahlreicher Details wieder, so dass der Würzburger Dom in seiner Ansicht das kunstgeschichtliche Spiegelbild seiner Jahrhunderte darstellt.

    Die Kombination der kunsthistorischen Stilrichtungen ist für Deutschland nicht nur ungewöhnlich, sondern für eine Bistumskirche einzigartig. Der Prozess lässt sich nur im Hinblick auf die Liturgie verstehen, die mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das parallel zum Dombau in Rom tagte, eine Änderung, eine Anpassung an die Zeit der Moderne erfuhr.
    Der mehr als zwanzigjährige Wiederaufbau ließ auch das heutige Aussehen des Domes im Stadtbild von Würzburg entstehen. An diesem Prozess waren zahlreiche Institutionen und Ämter beteiligt, deren personelle Besetzung sich im Laufe der Jahre änderte, was nicht ohne Auswirkung auf die Entscheidungen zum Dombau Würzburgs verlief. Die Modelle zur konkreten Ausgestaltung des Domes wurden kontrovers diskutiert. Auch die Öffentlichkeit nahm an dieser Diskussion lebendig Anteil bis weit über die Grenzen Würzburgs hinaus. Das heutige Erscheinungsbild des Domes stellt also das Ergebnis eines gewachsenen Prozesses dar, in dessen Verlauf viele Entscheidungen neu überlegt und den selbstbeschriebenen Zielen angepasst wurde. Ziel des Projekts ist die Klärung der Sachlage, wie der Dom sein konkretes Aussehen erhielt.