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    Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften

    Bisherige Ringvorlesungen

    Mond und Magie

    im SS 2019

    Zum Inhalt

    Vor 50 Jahren, am 20. Juli 1969, landete die erste bemannte Mondfähre auf dem Erdtrabanten. Für uns ist dieses Jubiläum Anlass, den Mond ins Zentrum der Ringvorlesung zu rücken. Seit den frühesten Zeiten beschäftigt er die Menschen, er spielt in magischen Praktiken eine wichtige Rolle, ist schon früh das Ziel von (imaginierten) Reisen und immer wieder Motiv in der bildenden Kunst, der Lyrik und der Musik. Die Vorlesung wird diese Bereiche von der altägyptischen Zeit bis ins 20. Jahrhundert verfolgen und so die Kulturgeschichte des Mondes und seine Bedeutung für die Kunst nachzeichnen. Die physikalischen Theorien über die Entstehung des Mondes, die Mondlandung selber und die Rolle der Eroberung des Weltraums im Kalten Krieg runden das Programm ab.

    Zeit und Ort

    Dienstags, 19.30 Uhr
    Toscanasaal der Residenz (Südflügel)
    Beginn: 23. April 2019 (Osterdienstag)

    Einen interaktiven Lageplan können Sie hier einsehen. 

    Anrechnung für das Studium

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Flyer zur Ringvorlesung (PDF)

    Organisation und Kontakt:

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85610
    eMail: dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Brigitte Burrichter
    Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85684
    eMail: brigitte.burrichter@uni-wuerzburg.de

    In Kooperation mit

    • der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften,
    • dem Studium Generale der Universität Würzburg und
    • der Katholischen Akademie Domschule Würzburg

    Programm

    23. April 2019
    Victoria Altmann-Wendling, München/Würzburg
    Mond und Magie in den Tempeltexten und magischen Handbüchern Altägyptens

    30. April 2019
    Ilinca Tanaseanu-Döbler, Göttingen
    Mond und Magie in der griechischen und römischen Antike: Mond-Omina und Lunare

    7. Mai 2019
    Frank Fürbeth, Frankfurt a.M.
    Zwischen Astrologie, Magie und Medizin: Mondwahrsagebücher und Lunare des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit

    14. Mai 2019
    Brigitte Burrichter, Würzburg
    Flüge zum Mond: Von Lukian bis Ariost

    21. Mai 2019
    Hania Siebenpfeiffer, Marburg
    Wenn Astronomen träumen: Kepler erfindet die Mondbewohner

    28. Mai 2019
    Barbara Hunfeld, Würzburg
    Der Blick aus dem All. Mondlandschaften der Literatur

    4. Juni 2019
    Stefan Kummer, Würzburg
    Der Mond in der neuzeitlichen Landschaftsmalerei

    18. Juni 2019
    Ralf Jaumann, DLR Berlin
    Alte und neue Theorien über die Entstehung des Monds

    25. Juni 2019
    Stephan Kraft, Würzburg
    „Es wäre nicht mehr als recht und billig, einen Mondkrater nach mir zu benennen.“ Arno Schmidt, der Erdtrabant und sein Roman ‚KAFF auch Mare Crisium‘

    2. Juli 2019
    Matthias Meyer, Wien
    Sozialutopie, Eskapismus, Untergangsvision: ‚Frau Luna‘ als Spiegel des frühen 20. Jahrhunderts

    9. Juli 2019
    Tilman Spohn, DLR Berlin
    Die Mondlandung 1969 und ihre technischen Bedingungen

    16. Juli 2019
    Peter Hoeres, Würzburg
    Die Eroberung des Weltraums in den Zeiten des Kalten Kriegs


    TEXTBILDMUSIK - Formen der Intermedialität in Mittelalter und Früher Neuzeit

    im WS 2018/2019

    Bitte beachten Sie die folgende Terminänderung:
    11. Dezember 2018:
    Stefan Bürger, Würzburg Text und Bild in der Fachliteratur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: das Beispiel der Architekturtraktate
    >> Beginn bereits um 18:15 Uhr! <<

    Zum Inhalt

    Intermedialität hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Forschungsparadigma an der Schnittstelle von Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften entwickelt. Es geht um die Beziehungen zwischen einzelnen Medien: um ihre Kombination und Konkurrenz, um ihre Transformation und um den Wechsel eines Mediums in ein anderes. Dieses Paradigma hat eine historische Dimension: Zumal die Vormoderne darf als Blütezeit der Intermedialität gelten. Die Ringvorlesung trägt dem Rechnung und wendet sich den Beziehungen zwischen Medien in Mittelalter und Früher Neuzeit zu: Es geht um die spannungsreiche Koexistenz von Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Hochmittelalter, um „Übersetzungen“ von Stimme in Schrift (und wieder zurück), um Kombinationen von Text und Bild in illustrierten Handschriften und Frühdrucken, um die sprachliche Abbildung etwa von Kunstwerken in mittelalterlichen Texten, um die Umsetzung von Text und Musiknoten in Vokalität, um multimediale Synthesen in Theater und Oper und vieles mehr. Ziel der Ringvorlesung ist es, diese Vielfalt der Erscheinungsformen und Funktionen vormoderner Intermedialität an Fallbeispielen zu beschreiben, einzuordnen und zu systematisieren und dabei auch theoretische Reflexionen über das Zusammenspiel der Medien zu berücksichtigen.

    Zeit und Ort

    dienstags, 19.30 Uhr
    Toscanasaal der Residenz (Südflügel)
    Beginn: 16. Oktober 2018

    Einen interaktiven Lageplan können Sie hier einsehen. 

    Anrechnung für das Studium

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Flyer zur Ringvorlesung (PDF)

    Programm

    EINFÜHRUNG
    16. Oktober 2018
    Elisabeth Lienert,  Bremen Medialität und Intermedialität im Mittelalter

    KÖRPER, STIMME, SCHRIFT
    23. Oktober 2018
    Ursula Schaefer, Dresden/Freiburg i. Br. Mediale Schriftlichkeit und inszenierte Mündlichkeit

    30. Oktober 2018
    Christian Buhr, Würzburg Wer hât mich guoter ûf getân? Vom Lesen des Romans mit Auge und Ohr

    6. November 2018
    Dorothea Klein/ Wolf Peter Klein, Würzburg Transmediale Kommunikation: Schrift und Botenrede

    13. November 2018
    Urban Küsters, Düsseldorf Körperschrift: Narben, Stigmata, lebendige Buchstaben

    TEXT UND BILD
    20. November 2018
    Joachim Hamm, Würzburg Bild im Text: descriptiones in der mittelalterlichen Erzählliteratur

    27. November 2018
    Eckhard Leuschner, Würzburg Text im Bild: Schriftbänder, Briefe, Bücher etc.

    4. Dezember 2018
    Henrike Manuwald, Göttingen Text-Bild-Beziehungen in der mittelalterlichen Manuskriptkultur

    11. Dezember 2018
    >> ACHTUNG: Beginn bereits um 18:15 Uhr! <<
    Stefan Bürger, Würzburg Text und Bild in der Fachliteratur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: das Beispiel der Architekturtraktate

    18. Dezember 2018
    Brigitte Burrichter, Würzburg Text-Bild-Beziehungen als Konstituens des Textes: Stundenbücher und anderes

    8. Januar 2019 Seraina Plotke, Basel Bildbuch und Emblematik

    TEXT UND MUSIK
    15. Januar 2019
    Andreas Haug, Würzburg Als die Töne sichtbar wurden: Die Stimme, das Buch und die Zeichen in der Karolingerzeit

    22. Januar 2019
    Irmgard Scheitler-Schmidt, Würzburg Synthese von Wort, Ton und Bild: Die Anfänge der Oper

    29. Januar 2019
    Isabel Karremann, Würzburg From page to stage: Wort und Gesang, Gestik und Raum auf der Shakespeare- Bühne

    Organisation und Kontakt:

    Prof. Dr. Joachim Hamm
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-81679
    eMail: joachim.hamm@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85610
    eMail: dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Kooperation

    mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg.


    Kulturen der Einsamkeit

    Ringvorlesung des Kollegs ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘

    im Sommersemester 2018

    Die Graduiertenschule lädt ein weiteres Mal ein zu einer Ringvorlesung. Sie umfasst 12 Vorlesungen von Mitgliedern der Graduiertenschule, Würzburger Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie auswärtigen Dozenten und Dozentinnen, die das Thema aus verschiedenen fachlichen Perspektiven beleuchten. Die erste Vorlesung findet am 10. April 2018 statt.

    Zeit und Ort

    dienstags, 19.30 Uhr
    Toscanasaal der Residenz (Südflügel)
    Beginn: 10. April 2018

    Einen interaktiven Lageplan können Sie hier einsehen. 

    Anrechnung für das Studium

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Zum Inhalt

    Einsamkeit ist ein internationales und transhistorisches Phänomen und hat als anthropologische Konstante anhaltend zu künstlerischer Bearbeitung angeregt. Die Ringvorlesung beschreibt “Kulturen der Einsamkeit“ von der frühchristlichen Zeit bis in die Gegenwart und von Amerika über Europa bis Asien. Kulturelle Repräsentationen von Eremiten, Einsiedlern und Einzelgängern geben Aufschluss darüber, wie Individuen durch ein Leben in Einsamkeit geprägt werden, und hinterfragen etablierte gesellschaftliche und kulturelle Praktiken. Einsamkeit kann frei gewählt oder erzwungen, vorübergehend oder endgültig sein, sie kann als Befreiung oder Beschränkung empfunden werden, physische oder psychische Auslöser und Auswirkungen haben und in der Natur oder im urbanen Raum angesiedelt sein. Aktualität erlangt die Kulturgeschichte der Einsamkeit durch ihre Relevanz für gegenwärtige soziale Herausforderungen sowie populäre Tendenzen in Lebensstil und -führung. Unsere  Ringvorlesung schärft deshalb auch den Blick für aktuelle Diskurse über Privatsphäre, Datenschutz, Überwachung, neue Technologien, religiösen Fundamentalismus, Armut, Alter, Krankheit, Simplifizierung, Konsum- und Ökokritik.

    Flyer zur Ringvorlesung (PDF)

    Programm

    10. April 2018 – Franz Dünzl (Würzburg) - Das frühchristliche Anachoretentum und seine Spiritualität

    17. April 2018 – Matthias Meyer (Wien) - Eremitage bei Konrad von Würzburg

    24. April 2018 – Brigitte Burrichter (Würzburg) - Petrarcas Einsamkeit

    8. Mai 2018 – Andrew James Johnston (FU Berlin)- In Gesellschaft einsam: Höfische Einsamkeit in der mittelenglischen Romanze ‚Sir Gawain and the Green Knight‘

    15. Mai 2018 – Stefan Kummer (Würzburg) - Der einsame Gelehrte - Hieronymus im Gehäuse

    29. Mai 2018 – Franz Eybl (Wien) - Adieu Welt, wie froh bin ich, dass ich weg bin. Literarische Kultivierung der Einsamkeit zwischen Simplicissimus und Werther

    5. Juni 2018 – Seraina Plotke (Basel) - Einsamkeit in Heiligenviten des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit

    12. Juni 2018 – Barbara Hunfeld (Würzburg) - Die Sprache der Einsamkeit. Von Gryphius zu Celan

    19. Juni 2018 – Isabel Karremann (Würzburg) -  Robinson Crusoe‘ als Utopie der Einsamkeit

    26. Juni 2018 – Roland Altenburger (Würzburg )- Zur Motivik des nicht religiös motivierten Einsiedlertums in der chinesischen Literatur

    3. Juli 2018 – Catrin Gersdorf (Würzburg) - Henry David Thoreau und der Mythos der Einsamkeit in der US-amerikanischen Literatur und Kultur

    10. Juli 2018 – Damian Dombrowski (Würzburg): Von Cole bis Hopper: Hundert Jahre Einsamkeit in der amerikanischen Malerei

    Veranstalter: Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘ in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg

    Organisation und Kontakt:

    Priv.-Doz. Dr. Ina Bergmann
    Lehrstuhl für Amerikanistik
    Am Hubland
    97070 Würzburg
    Tel. 0931/31-85663
    eMail: ina.bergmann@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85610
    eMail: dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de


    Reformation und katholische Reform - Teil 2

    WS 2017/2018

    Die Graduiertenschule lädt ein weiteres Mal ein zu einer Ringvorlesung. Sie umfasst 14 Vorlesungen von Mitgliedern der Graduiertenschule, Würzburger Wissenschaftlern sowie auswärtigen Dozenten, die das Thema aus verschiedenen fachlichen Perspektiven beleuchten. Die erste Vorlesung findet am 17. Oktober statt.

    Bitte beachten Sie: dies ist der 2. Teil der Ringvorlesung
    vom SS 2017.

    Zum Inhalt

    Jubiläen bestimmen unsere Erinnerungskultur. Sie prägen Vorstellungen von Geschichte und schaffen Geschichtsbilder, die eindeutige Botschaften vermitteln. Selten erinnern sie uns an die Widersprüchlichkeit historischer Entwicklungen. Diese sind 2017 in Würzburg und Umgebung besonders intensiv erfahrbar, steht dort doch neben dem Gedenken an die Reformation, das auf Luthers Thesenanschlag 500 Jahre zuvor fokussiert wird, die Erinnerung an den 400. Todestag des Fürstbischofs Julius Echter, der mit seiner Politik im Sinne der katholischen Reform die Region nachhaltig geprägt hat.

    Luther und Julius Echter entziehen sich als Personen heute jedweder Idealisierung und stehen trotz ihrer vordergründigen Gegensätzlichkeit für eine Epoche dynamischen Wandels, in der sich die ersten Konturen des modernen Europa abzeichnen. Die zweisemestrige Ringvorlesung des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ will in diese Zeit verdichteten kulturellen und sozialen Wandels  einführen sowie die Uneindeutigkeit und Vielfalt der Entwicklungspotentiale des Konfessionellen Zeitalters herausstellen.

    Zeit und Ort

    Die Ringvorlesung findet ab 17. Oktober 2017 immer dienstags um 19.30 Uhr im Toscanasaal der Residenz (Südflügel, Residenzplatz 2A) statt. Einen interaktiven Lageplan können Sie hier einsehen. 

    Anrechnung für das Studium

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Organisation und Kontakt

    Prof. Dr. Joachim Hamm
    Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-81679, joachim.hamm@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85610, dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Priv.-Doz. Dr. Frank Kleinehagenbrock
    Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85528, frank.kleinehagenbrock@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Anuschka Tischer
    Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85540, anuschka.tischer@uni-wuerzburg.de

    Würzburger Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit" in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg, der Katholischen Akademie Domschule Würzburg und dem Rudolf-Alexander-Schröder-Haus Würzburg.

    Das Programm finden Sie hier zum Download (pdf)

    Programm

    17. Oktober 2017 Volker Leppin, Tübingen
    Reformation zwischen Mittelalter und Moderne. Protestantische Rekonstruktionen

    24. Oktober 2017 Ulrich Niggemann, Augsburg
    Vom Luthertum zum Calvinis mus: Reformation in Frankreich

    7. November 2017 Joachim Hamm, Würzburg Der „Bauernkrieg“ und die Humanisten.
    Literarische Stellungnahmen zum Aufstand des gemeinen Mannes von 1525

    14. November 2017 Wolfgang Weiß, Würzburg
    Die katholische Reform im Bistum Würzburg – ein Langzeitprojekt

    21. November 2017 Matthias Stickler, Würzburg
    Bildungsgeschichtliche Aufbrüche oder: Die Universitäten im konfessionellen Zeitalter

    28. November 2017 Stefan Bürger, Würzburg - Die Architektur im konfessionellen Zeitalter

    5. Dezember 2017 Christian Mühling, Würzburg
    Calvinismus oder Reformiertentum? Zur Selbst- und Fremdwahrnehmung einer Konfessionsgemeinschaft

    12. Dezember 2017 Martin Heckel, Tübingen - Reformation und Recht

    19. Dezember 2017 Stephan Kraft, Würzburg
    Dreimal ‚Susanna im Bade‘ – Variationen eines Erfolgsstoffs des protestantischen Bibeldramas

    9. Januar 2018 Frank Kleinehagenbrock, Bonn/Würzburg
    Die Entstehung von Multikonfessionalität und voraufklärerischen Vorstellungen von Toleranz im frühneuzeitlichen Europa

    16. Januar 2018 Alexander Schunka, FU Berlin
    Pietismus – Orthodoxie – Irenik: Protestantismen um 1700

    23. Januar 2018 Christian Wehr, Würzburg
    Die Konfessionalisierung der Literatur im gegenreformatorischen Spanien

    30. Januar 2018 Rainer Leng, Würzburg
    Konfessionalisierungstheorien auf dem Prüfstand: Reformation und Rekatholisierung an historischen Fallbeispielen

    6. Februar 2018 Wolfgang Riedel, Würzburg
    1517/2017. Das kulturelle Gedächtnis und die Aufgabe der Geisteswissenschaften heute


    Reformation und Katholische Reform

    SS 2017

    Die Graduiertenschule lädt ein weiteres Mal ein zu einer Ringvorlesung. Sie umfasst 13 Vorlesungen von Mitgliedern der Graduiertenschule, Würzburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie auswärtigen Dozentinnen und Dozenten, die das Thema aus verschiedenen fachlichen Perspektiven beleuchten. Die erste Vorlesung findet am 25. April 2017 statt.

    Bitte beachten Sie die ergänzende Informationen zur Veranstaltung am 30. Mai 2917 und die Änderung für die Veranstaltung am 24. Juni 2017.

    Zum Inhalt

    Jubiläen bestimmen unsere Erinnerungskultur. Sie prägen Vorstellungen von Geschichte und schaffen Geschichtsbilder, die eindeutige Botschaften vermitteln. Selten erinnern sie uns an die Widersprüchlichkeit historischer Entwicklungen. Diese sind 2017 in Würzburg und Umgebung besonders intensiv erfahrbar, steht dort doch neben dem Gedenken an die Reformation, das auf Luthers Thesenanschlag 500 Jahre zuvor fokussiert wird, die Erinnerung an den 400. Todestag des Fürstbischofs Julius Echter, der mit seiner Politik im Sinne der katholischen Reform die Region nachhaltig geprägt hat. Luther und Julius Echter entziehen sich als Personen heute jedweder Idealisierung und stehen trotz ihrer vordergründigen Gegensätzlichkeit für eine Epoche dynamischen Wandels, in der sich die ersten Konturen des modernen Europa abzeichnen. Die zweisemestrige Ringvorlesung des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ will in diese Zeit verdichteten kulturellen und sozialen Wandels  einführen sowie die Uneindeutigkeit und Vielfalt der Entwicklungspotentiale des Konfessionellen Zeitalters herausstellen.

    Zeit und Ort

    Die Ringvorlesung findet ab 25. April 2017 immer dienstags um 19.30 Uhr im Toscanasaal der Residenz (Südflügel, Residenzplatz 2A) statt. Einen interaktiven Lageplan können Sie hier einsehen. 

    Anrechnung für das Studium

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Organisation und Kontakt

    Prof. Dr. Joachim Hamm
    Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-81679, joachim.hamm@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85610, dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Priv.-Doz. Dr. Frank Kleinehagenbrock
    Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85528, frank.kleinehagenbrock@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Anuschka Tischer
    Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.: (0931) 31-85540, anuschka.tischer@uni-wuerzburg.de

    Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit" in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg, der Katholischen Akademie Domschule Würzburg und dem Rudolf-Alexander-Schröder-Haus Würzburg.

    Das Programm finden Sie hier zum Download.

    Programm


    25.04.2017      Anuschka Tischer (Würzburg)

    Zur Einführung: Reform und Reformbedarf in Spätmittelalter und Früher Neuzeit


    02.05.2017      Dominik Burkard (Würzburg)

    Ekklesiologie zwischen Konstanz und Trient


    09.05.2017      Albrecht Beutel (Münster)

    Die Entwicklung der Ekklesiologie Martin Luthers


    16.05.2017      Frank Kleinehagenbrock (Bonn/Würzburg)

    Liturgische Neuerungen des 16. Jahrhunderts


    23.05.2017      Horst Brunner (Würzburg)

    Luther und das Kirchenlied des 16. Jahrhunderts


    30.05.2017      Felix Diergarten (Freiburg i. Br.)

    Vortrag und Konzert in der Neubaukirche:

    Musik der Gegenreformation: Die Münchner Drucke des Georg Victorin.

    Im Anschluss daran ein Konzert, organisiert vom Institut für Musikforschung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Alte Musik Basel / Schola Cantorum Basiliensis: Siren coelestis: Musik der Gegenreformation.

    Weitere Informationen zum Programm unter "Aktuelles".


    13.06.2017      Klaus Unterburger (Regensburg)

    Was ist reformatorisch an der Reformation? Die Diskussion um Ablasshandel und Gnadenlehre


    20.06.2017      Johannes Schwitalla (Würzburg)

    Der Streit um Glaube und Kirche in der Publizistik des 16. Jahrhunderts


    24.06.2017      Damian Dombrowski (Würzburg)

    Eröffnung der Ausstellung "Julius Echter Patron der Künste. Konturen eines Fürsten und Bischofs der Renaissance" 

    Die Eröffnung der Ausstellung "Julius Echter Patron der Künste" findet nicht, wie auf dem Plakat und im Folder angegeben, im Toscanasaal der Residenz statt, sondern in der Neubaukirche.

    Die Ausstellung wird eröffnet mit Ansprachen der beiden Schirmherren, Seiner Exzellenz des Bischofs von Würzburg, Dr. Friedhelm Hofmann, und des Regierungspräsidenten von Unterfranken, Dr. Paul Beinhofer, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Würzburg, Christian Schuchart, und des Präsidenten unserer Universität, Prof. Dr. Alfred Forchel, sowie mit einer Einführung von Prof. Dr. Damian Dombrowski.


    27.06.2017      Freimut Löser (Augsburg)

    Deutsche Bibeln vor Martin Luther


    04.07.2017      Matthias Schulz (Würzburg) / Horst Brunner (Würzburg)

    Die Bibelübersetzung Martin Luthers aus sprachhistorischer und aus literar(histor)ischer Sicht


    11.07.2017      Martin Ohst (Wuppertal)

    Thomas Morus: Antireformatorischer Humanismus


    18.07.2017      Eckhard Leuschner (Würzburg)

    Bilder des Jüngsten Gerichts: vor, während, nach der Reformation


    „Technik und Science Fiction in der Vormoderne“

    - Ringvorlesung im WS 2016/2017 -

    Die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften lädt ein zu ihrer nächsten Ringvorlesung im Wintersemester 2016/2017. Sie wird durch Frau Prof. Dr. Brigitte Burrichter und Fr. Prof. Dorothea Klein  realisiert und umfasst 14 Vorlesungen zum Thema „Technik und Science Fiction in der Vormoderne“, die Mitglieder der GSH und Gastdozent/innen aus verschiedenen Aspekten beleuchten.

    Startdatum: 18. Oktober 2016
    Enddatum:  7. Februar 2016

    Startzeit: 19:30h
    Endzeit: 21:30h

    Ort: Toscanasaal der Residenz (Südflügel)

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Der Eintritt ist frei.

    Den Programm-Flyer können Sie als PDF-Datei herunterladen.

    Zum Inhalt:
    Schon im hohen Mittelalter träumten Wissenschaftler von großen Schiffen, selbstbeweglichen Fahrzeugen („Automobilen“) und Flugapparaten, und in den volkssprachigen Romanen und Epen, die seit 1150 entstanden, treffen die Protagonisten auf kämpfende Roboter, lauschen Musikautomaten mit singenden Vögeln und bellenden Hunden oder besteigen eine Taucherglocke zur Erforschung des Meeresbodens. Das Faszinosum des Künstlichen und Automatenhaften muss beträchtlich gewesen sein, und nicht minder groß war der Reiz, die Lebensbedingungen des Menschen durch technische Erfindungen zu verbessern und Neues zu schaffen, das in der Natur so nicht vorgesehen war. Vieles davon verblieb im Reich der Phantasie, doch brachten Wissenschaftler, Architekten und Handwerker auch eine bemerkenswerte Zahl technischer Innovationen hervor. Sichtbares Zeichen solch mittelalterlicher Erfindungskraft sind bis heute die mechanischen Turmuhren und mehr noch die gotischen Kathedralen, die einen Glanzpunkt mittelalterlicher Bautechnik darstellen.

    Indem die Vortragsreihe – beteiligt sind Historiker, Technik- und Kunsthistoriker sowie Literaturwissenschaftler aus dem In- und Ausland – solche vormodernen Visionen, realisierte und nicht realisierbare, in den Blick nimmt, macht sie zugleich bewusst, wo die Technikaffinität unserer Gegenwart ihren Ursprung hat.

    Organisation und Kontakt:
    Prof. Dr. Brigitte Burrichter
    Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft
    Am Hubland, 97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85684
    eMail: brigitte.burrichter@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland, 97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85610
    eMail: dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    In Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg.

    P R O G R A M M

    Bitte beachten Sie die Programmänderung bzw. den neuen Referenten für den Vortrag am 17. Januar 2017.

    18. Oktober 2016:  Stefan Petersen, Würzburg/Leipzig
    Zur Einführung: Die Sieben praktischen Künste

    25. Oktober 2016: Udo Friedrich, Köln
    Creatio – imitatio – fictio: Zu den Grenzen von Natur und Technik in der Vormoderne

    8. November 2016: Stefan Bürger, Würzburg
    Über den Turmbau zu Babel zwischen Utopie und technischer Machbarkeit

    15. November 2016: Christian Buhr, Würzburg
    dar nâch underkusten sich diu bilde mê danne tûsent stunt. Automaten und Sprechpuppen in der deutschen Literatur des hohen Mittelalters

    22. November 2016: Horst Kranz, Aachen
    Hexen, Teufel und Raketen. Technische Visionen in Johannes Fontanas ‚Liber instrumentorum‘

    29. November 2016: Marcus Popplow, Karlsruhe
    Neu, nützlich und erfindungsreich. Die frühneuzeitlichen Wurzeln eines heute allgegenwärtigen Technikdiskurses

    6. Dezember 2016: Susanne Friede, Klagenfurt
    Mensch und Automat im ‚Roman d’Alexandre‘ und den antikisierenden Romanen des 12. Jahrhunderts

    13. Dezember 2016: Frank Kleinehagenbrock, Würzburg
    Erfindungen – Maschinen – Fabriken – Moderne? Zur Genese der industrialisierten Welt im 18. Jahrhundert

    20. Dezember 2016: Brigitte Burrichter, Würzburg
    Technische Wunderwerke in französischen und italienischen Romanen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

    10. Januar 2017: Frank Fehrenbach, Hamburg
    Leonardos Flugmaschine

    17. Januar 2017: neu: Eike Lossin (Passau)
    Automaten in der Frömmigkeitskultur des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit

    24. Januar 2017: Viola Tenge-Wolf, Freiburg i. Br.
    Raimundus Lullus und seine „Denkmaschine“

    31. Januar 2017: Hania Siebenpfeiffer, Berlin/Greifswald
    Auf den Flügeln der Fiktion – Flugexperimente in Erzählungen des 17. Jahrhunderts

    7. Februar 2017: Wolfgang Riedel, Würzburg
    Automaten, l’homme machine, künstlicher Mensch: Träume und Alpträume der europäischen Aufklärung


    Die Kunst des Erzählens

    Die Kunst des Erzählens

    - Ringvorlesung im SS 2016 -

    Die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften lädt ein zu ihrer nächsten Ringvorlesung im Sommersemester 2016. Sie wird durch Frau Prof. Dr. Dorothea Klein und Herrn Prof. Dr. Michael Erler realisiert und umfasst 13 Vorlesungen zum Thema „Die Kunst des Erzählens“, die Mitglieder der GSH und Gastdozent/innen aus verschiedenen Aspekten beleuchten.

    Startdatum: 12. April 2016
    Enddatum:  12. Juli 2016

    Startzeit: 19:30h
    Endzeit: 21:30h

    Ort: BITTE BEACHTEN - RAUMÄNDERUNG
    Toscana-Saal der Residenz, Südflügel

    (nicht Neue Universität, Sanderring 2, Brose-Hörsaal)

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Der Eintritt ist frei.

    Den Programm-Flyer können Sie als PDF-Datei herunterladen.
    (NB: hier ist noch der ursprüngliche Raum angegeben)

    Die erzählende Aneignung, Darstellung und Bewertung der Welt ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Mit Erzähltexten, die über den Ursprung der Welt, über das Verhältnis von Natur undKultur und über die Beziehungen der Menschen untereinander nachdenken, beginnt die Geschichte der Literatur, und seitdem hat das Erzählen nichts von seinem Faszinosum verloren: Bis heute ist die Erzählung ein Modus der Erkenntnis von Wahrheit.

    Wie aber wird dieses Verhältnis zur Welt, die Aufbewahrung und Weitergabe von Weltwissen im Erzählen zur Kunstform? Welche Möglichkeiten des Erzählens hat man in seiner langen Geschichte entwickelt, und welche Experimente hat man unternommen? Das sind die Leitfragen der Vortragsreihe, die es unternimmt, an ausgewählten Beispielen der Weltliteratur die Kunst des Erzählens zu beschreiben.

    Getragen wird sie von Literaturwissenschaftler/innen der Altphilologie, der Anglistik, Germanistik und Romanistik aus der Universität Würzburg.

    Organisation:
    Prof. Dr. Michael Erler
    Lehrstuhl für Klassische Philologie I
    Residenzplatz 2, 97070 Würzburg
    Tel. 0931/31-82823
    eMail: michael.erler@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein
    Lehrstuhl für deutsche Philologie
    Am Hubland, 97074 Würzburg
    Tel. 0931/31-85610
    eMail: dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    In Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg.

    P R O G R A M M

    12. April 2016: Michael Erler - Damit große Taten nicht ohne Ruhm bleiben – Episches Erzählen: Homer
    und Herodot

    19. April 2016: Jan Erik Heßler - Erzählen von der Vergangenheit bei griechischen Rednern

    26. April 2016: Thomas Baier - Didaktisches Erzählen bei Seneca

    3. Mai 2016: Christian Buhr - Erzählung und Weltwahrnehmung: Hartmanns von Aue Iwein

    10. Mai 2016: Brigitte Burrichter - Die unbändige Lust am Erzählen: François Rabelais, Pantagruel und Gargantua

    24. Mai 2016: Markus Hien - Historisch-soziologisches Erzählen: Lion Feuchtwanger

    31. Mai 2016: Isabel Karremann - Lost in narration: Laurence Sternes Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman

    7. Juni 2016: Andrea Stiebritz - Der Bewusstseinsstrom als Ausdruck komischen Erzählens in James Joyces Ulysses

    14. Juni 2016: Michael Storch - „Ich bin für volkstümliche Dichtung“ – Populäres Erzählen und didaktisches Kalkül in Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz

    21. Juni 2016: Christian Wehr - Pikareskes Erzählen und die Anfänge des lateinamerikanischen Romans

    28. Juni 2016: Gerhard Penzkofer - Magischer Realismus in der lateinamerikanischen Literatur: Carpentier, Asturias, García Márquez

    5. Juli 2016: Fotis Jannidis - Postmoderne Experimente: Wolf Haas

    12. Juli 2016: Dieter Wrobel - Postmoderne Collage: Andreas Okopenko – Max Frisch – Klaus Modick


    Sammeln. Ein interdisziplinärer Blick auf ein altes Phänomen.

    - Ringvorlesung im WS 2015/2016 -

    Die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften lädt ein zu ihrer nächsten Ringvorlesung im Wintersemester 2015/2016. Sie wird durch Frau Dr. Martina Wernli und Frau Prof. Dr. Dorothea Klein realisiert und umfasst 13 Vorlesungen zum Thema „Sammeln“, die Mitglieder der GSH und Gastdozent/innen aus verschiedenen Aspekten beleuchten.

    Startdatum: 13. Oktober 2015
    Enddatum:  26. Januar 2016

    Startzeit: 19:30h
    Endzeit: 21:30h

    Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Brose-Hörsaal (früher: Hörsaal 166) 

    Organisation und Kontakt:
    Dr. Martina Wernli, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte, Tel. (0931)31-81793, martina.wernli@uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Dorothea Klein, Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg, Tel. (09 31) 31-8 56 10, dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Der Eintritt ist frei.

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Den Programm-Flyer können Sie als jpg-Dateien herunterladen:
    Außenseite  Innenseite

    Veranstalter: Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit" in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, der Katholischen Akademie Domschule und dem Studium Generale der Universität Würzburg.

    Lesen und Sammeln teilen sich ihre eytmologischen Wurzel - verstreut Herumliegendes wird zusammengetragen, erlesen und in eine Ordnung gebracht. Dieser Prozess geht in der Literatur(-wissenschaft) schreibend vonstatten, beim Schreiben wird gesammelt, verlesen, lesbar gemacht, und die Lesenden können wiederum dadurch Belesen werden. Sammeln ist ein Forschungsthema, das auch im Bereich Geschichte, Philosophie oder den Museumswissenschaften Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Ringvorlesung betrachtet Sammeln nicht ausschlielich modernes Phänomen und beschäftigt sich deshalb mit Fragen nach der Bedeutung des Sammelns in unterschiedlichen Zeiten. Diese Fragen sind interdisziplinär ausgerichtet und aluten etwa: Wer sammelt? Welche Gegenstände werden gesammelt? War der Mensch schon immer ein Sammler? Oder: Wie kommt das Motiv des Sammelns in Texten vor? Der Bogen spannt sich dabei vom Mittelalter bis zu Zeiten von "Big Data".

    P R O G R A M M

    13. Oktober 2015 - Magnus Wieland, Bern: Vom Witz des Sammelns

    20. Oktober 2015 - Sabine Schneider, Zürich:
    Entschleunigte Zeit. Poetische Eigenzeiten des Sammelns im späten Realismus (Raabe, Fontane)

    27. Oktober 2015 - Franz Fuchs, Würzburg:
    Unus colligit, alius collecta dispergit. Der Nürnberger Arzt und Humanist Hartmann Schedel (†1514) als Sammler

    3. November 2015 - Susanne Reichlin, München:
    Vom Sammeln der Lobblumen Marias. Geistliche Blütenlese zwischen Tradition und Innovation

    10. November 2015 - Fotis Jannidis, Würzburg:
    Textsammler – Digitale Philologie zwischen Staatsarchiv und darknet

    17. November 2015 - Anuschka Tischer, Würzburg:
    Sammeln und Auflären: Die Aufklärung im Baltikum

    24. November 2015 - Ulrike Vedder, Berlin:
    Poetik des Sammelns bei Adalbert Stifter, Walter Benjamin und Stefan Zweig

    1. Dezember 2015 - Christof Jeggle, Bamberg:
    Hans Dernschwam: Ein humanistischer Sammler des 16. Jahrhunderts reist nach Kleinasien

    8. Dezember 2015 - Karl-Heinz Lembeck, Würzburg:
    Wenn Mittel zu Zwecken werden. Der Homo oeconomicus als Sammler und Onkel Dagoberts Irrtum

    15. Dezember 2015 - Freimut Löser, Augsburg:
    Wir armen Erben. Versammelte Probleme mittelalterlicher Sammelhandschriften

    12. Januar 2016 - Konrad Heumann, Frankfurt a. M.:
    Warum sammeln wir eigentlich Handschriften? Deutsche Romantiker im Freien Deutschen Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum

    19. Januar 2016 - Barbara Hunfeld, Würzburg: Textstilleben

    26. Januar 2016 - Guido Fackler, Würzburg:
    Das Museum der Dinge!? Vom Sammeln materieller Dinge bis zum immateriellen Erbe


     

    "Exzess. Formen der Grenzüberschreitung in der Vormoderne"

    Startdatum: 14. April 2015
    Enddatum:  14. Juli 2015

    Startzeit: 19:30h
    Endzeit: 21:30h

    Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Brose-Hörsaal (früher: Hörsaal 166) 

    Organisatoren:
    Prof. Dr. Brigitte Burrichter,
    Prof. Dr. Dorothea Klein,
    Prof. Dr. Christian Weh

    Der Eintritt ist frei.

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich und im Freien Bereich erworben werden.

    Den Programm-Flyer können Sie als PDF-Dateien herunterladen: Außenseite  Innenseite

    Während der Begriff 'Exzess' heute ganz überwiegend negativ gefasst ist – als Bedrohung, Transgression oder Zerstörung sozio-kultureller Ordnungsgefüge und individueller Existenzen –, unternimmt die Literatur-, Kultur- und Religionsgeschichte verbindende Vorlesung den Versuch, den Exzess als Kippfigur zu beschreiben: als Phänomen zwischen Unordnung und Ordnung, Subversion und Affirmation, Kontrollverlust und Disziplinierung.

    Dabei ist zu fragen, was in vormodernen Gesellschaften wann und wie zum Exzess wird, wo er gestattet ist und wo nicht und wie der Versuch, einen Exzess einzuhegen, wieder in einen Exzess umschlägt, zu fragen ist aber auch nach der kommunikativen Leistung von Kunst und Literatur, welche die verschiedenen Formen des Exzesses wahrnehmen und darstellen. Die Vorträge verhandeln diese Frage anhand ausgewählter Themenfelder, mit denen zugleich verschiedene Formen der Exzessivität in den Blick geraten: Archaik und Wildheit, Akte ostentativer Verschwendung, mystischer Selbstverlust, affektische Exzesse wie Liebe, Trauer und Zorn, Exzesse des Leibes und der Moral und schließlich formale und ornamentale Exzesse, wie sie nicht erst seit der Barockzeit begegnen.

    P R O G R A M M

    14. April 2015 - Thomas Baier: Vernunft und Exzess in der antiken Tragödie

    21. April 2015 - Wolf Peter Klein / Matthias Schulz: unvuore, obirtrettung, vnmässige verzehrung, exceß. Sprachhistorische Perspektiven auf vormoderne Exzesse

    28. April 2015 - Michael Erler: Ist Polytheismus gefährlich? Euripides' Hippolytos über die Radikalität von Gottesverehrung

    5. Mai 2015 - Gregor Rohmann: Auf der Schwelle kreisen. Die "Tanzwut" zwischen Heil und Verderben, Ordnung und Unordnung

    12. Mai 2015 - Dorothea Klein: Exzesse des Leibes und der Moral: Spätmittelalterliche Texte über Fress- und Zechorgien

    19. Mai 2015 - Joachim Hamm: Geregelte Exzesse. Jenseitsreisen im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit

    2. Juni 2015 - Franz Fuchs: Notarielle Beglaubigung von Transzendenzerfahrungen: Mirakelberichte des späten Mittelalters

    9. Juni 2015 - Gerhard Penzkofer: Schreckliche Leidenschaften. Liebe und Ehre in der Literatur des spanischen Goldenen Zeitalters

    16. Juni 2015 - Brigitte Burrichter: Exzess und Regeln. Phädra in der französischen Tragödie des 16. und 17. Jahrhunderts

    23. Juni 2015 - Christian Wehr: Exzess und Disziplinierung. Spirituelle Verfahren der Affektlenkung in der Frühen Neuzeit

    30. Juni 2015 - Dominik Burkard: Visionäre Ekstase und frommer Exzess. (Vormoderne) Formen religiöser Legitimierung und Eliminierung im 19. und 20. Jahrhundert

    7. Juli 2015 - Robert Meier: Der Wille zur Herrschaft führt zum Exzess: Die Verwaltung der Grafschaft Wertheim in der Vormoderne

    14. Juli 2015 - Damian Dombrowski: "mostro d'ingegno": Berninis Exzesse als Mystik der Form

    Weiterer Kooperationspartner: Würzburger Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit".


    Ringvorlesung "Überall ist Mittelalter" im WS 2014/15

    Zur Aktualität einer vergangenen Epoche

    Wissenschaftler aus Würzburg sowie auswärtige Experten, Historiker, Kunst- und Philosophiehistoriker sowie Vertreter der mittellateinischen und der deutschen Philologie: Sie beteiligen sich an der Mittelaltervorlesung der Uni Würzburg. Ihr Ziel: Die Aktualität einer vergangenen Epoche aufzeigen.

    Dome, Burgen und alte Stadtmauern sind die sichtbaren Zeugen einer vergangenen Zeit. Doch dem viel geschmähten Mittelalter verdanken wir sehr viel mehr und vieles, was ganz selbstverständlich zu unserem Alltag gehört: Institutionen und Strukturen des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens, Wortschatz und Sprachmuster, Typen von Kunst und Literatur sowie Ordnungsformen des Wissens und anderes mehr. Die neue Ringvorlesung „Überall ist Mittelalter“, die im aktuellen Wintersemester an der Universität Würzburg läuft, will anhand ausgewählter Themenfelder Präsenz und Aktualität des Mittelalters wieder verstärkt ins Bewusstsein heben. Für die Attraktivität der Vorlesungsreihe spricht unter anderem auch die Tatsache, dass knapp die Hälfte der Vorträge für den Fernsehsender ARD-alpha aufgezeichnet wird.

    Zeit und Ort

    Die Ringvorlesung findet ab 7. Oktober 2014 immer dienstags um 19.30 Uhr an der Neuen Universität am Sanderring im Brose-Hörsaal (früher Hörsaal 166) statt.

    Das Programm finden Sie hier als PDF-Datei zum Download.

    Anrechnung für das Studium
    In der Ringvorlesung können im ASQ-Bereich 3 ECTS-Punkte erworben werdn.

    Organisation und Kontakt
    Prof. Dr. Franz Fuchs, franz.fuchs@uni-wuerzburg.de

    Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und historische Hilfswissenschaften
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.:  (0931) 31-85520

    Prof. Dr. Dorothea Klein, dorothea.klein@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Am Hubland, D-97074 Würzburg
    Tel.:  (0931) 31-85610

    Weitere Kooperationspartner:
    Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit", Studium Generale der Universität Würzburg.

    Programm

    07.10.2014      Prof. Dr. Steffen Patzold (Tübingen)

    Das fremde Eigene: Zur Aktualität des Mittelalters im 21. Jahrhundert


    14.10.2014      PD Dr. Stefan Petersen (Würzburg)

    Die Universität


    21.10.2014      Prof. Dr. Andreas Speer (Köln)

    Aristoteles, Thomas von Aquin und die Folgen: Die Verwissenschaftlichung der Welt


    28.10.2014      Prof. Dr. Udo Kühne (Kiel)

    Die Informationsgesellschaft


    04.11.2014      Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid (Leipzig)

    Unser Deutsch – Das Mittelalterliche in der Gegenwartssprache


    11.11.2014      Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse (Würzburg)

    Von Alkohol bis Zero: Der Einfluss des Arabischen


    18.11.2014      Prof. Dr. Dorothea Klein (Würzburg)

    Der Roman


    25.11.2014      PD Dr. Ursula Kundert (Wolfenbüttel)

    Umgangsformen


    02.12.2014      Dr. Markus Frankl (Würzburg)

    Alles nur Reklame? Zur Aktualität mittelalterlicher Heraldik


    09.12.2014      Prof. Dr. Caspar Ehlers (Frankfurt a. M./Würzburg)

    Von den Reisewegen mittelalterlicher Herrscher zum modernen Straßennetz


    16.12.2014      Prof. Dr. Eberhard Isenmann (Köln)

    Ist die mittelalterliche Stadt vormodern? Von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen


    13.01.2015      Prof. Dr. Stefan Kummer (Würzburg)

    Die Präsenz des Mittelalters im Stadtbild: Das Beispiel Würzburg


    20.01.2015      Prof. Dr. Helmut Flachenecker (Würzburg)

    Kanonen, Räderuhr und Brille: Zur „technischen Revolution“ des Spätmittelalters


    27.01.2015      Prof. Dr. Enno Bünz (Leipzig)

    Die erfolgreichste Institution des Mittelalters: Die Pfarrei


    Geschichte in Geschichten

    Homers Erzählung vom Trojanischen Krieg, die Französische Revolution auf der Theaterbühne, der 11. September im Gedicht: Seit jeher nutzt der Mensch zur Erinnerung des Vergangenen die Erzählkunst, und das Vergangene erhält dadurch ein ganz eigenes Gesicht. Wodurch gelingt es der Literatur bis in die heutige Zeit, Geschichte für spätere Generationen anschaulich
    und erfahrbar zu machen und wie verändert Kunst die Wahrnehmung und Bewertung historischer Daten? Welche Wirkung, durchaus auch manipulierend, entfalten die ästhetischen Mittel der Sprache? Warum berührt die Historie in einer literarischen Erzählung anders als die bloßen Fakten? Wie wird kollektive Erfahrung im Einzelschicksal verdichtet?

    Diesen Fragen will die Würzburger Ringvorlesung der philosophischen Fakultäten im Sommersemester 2014 nachgehen. Ziel ist es, Schlaglichter auf die literarische Gestaltung historischer Ereignisse, auf „Geschichte in Geschichten“ zu werfen: Die Vorträge gehen von herausragenden Daten der abendländischen Geschichte aus, doch im Mittelpunkt steht jeweils
    ein literarisches Werk, in dem das Datum durch Erzählkunst wachgerufen, verwandelt, neu erschaffen oder auch konterkariert wird.

    Termin: dienstags, 19 Uhr s.t.
    Neue Universität (Sanderring 2)
    Brose-Hörsaal (HS 166)

    ACHTUNG! - Der Vortrag von Prof. Riedel am 10.6. entfällt leider.

    Der Eintritt ist frei.

    Organisation:
    Dr. Friederike Felicitas Günther und Markus Hien
    Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte
    Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg
    Tel. (0931) 31-85639
    Friederike.Guenther@uni-wuerzburg.de
    Markus.Hien@uni-wuerzburg.de

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich erworben werden.

    Info-Flyer (pdf): außen; innen

    Förderung und Kooperation:

    P R O G R A M M

    15.4. Susanne Gödde (München)
    „Daß wir auch künftig zum Gesange werden den späteren Menschen“ – Ruhm und Klage in Homers Ilias

    22.4. Dorothea Klein (Würzburg)
    Die Schlacht bei Dürnkrut am 26. August 1278 oder Habsburgs Glück und Ottokars Ende

    29.4. Stefan Tomasek (Würzburg)
    „Nu sint uns starkiu maere komen“ – Heinrichs von Rugge Heiliggrableich und der Tod Friedrichs I.

    6.5. Stefan Kraft (Würzburg)
    Die Hinrichtung Karls von England im Jahr 1649 in Carolus Stuardus von Gryphius

    13.5. Daniel Fulda (Halle)
    Vom weltgeschichtlichen Ereignis zur Kosmogonie. Die Französische Revolution im Robespierre-Epos von Marie Eugenie delle Grazie (1894)

    20.5. Friederike Reents (Heidelberg)
    „Außen im Kristall“ – Gottfried Benn und der Erste Weltkrieg

    27.5. Cornelia Ortlieb (München)
    (September 1914). Trakls Grodek-Gedicht, Wittgensteins Hand und der Ort europäischer Geschichte

    3.6. Hans Graubner (Göttingen)
    Dichten unter dem „Neigungswinkel seiner Existenz“: der 20. Januar 1942 bei Paul Celan

    10.6. Wolfgang Riedel (Würzburg)
    Dokument und Dichtung. Schillers "Maria Stuart", Kipphardts "Oppenheimer", Kempowskis "Echolot"

    ACHTUNG! - Der Vortrag von Prof. Riedel am 10.6. entfällt leider.

    17.6. Katrin Max (Würzburg)
    Den Aufstand erzählen: Christoph Heins Deutungen des 17. Juni 1953 in "Der fremde Freund" (1982) und "Landnahme" (2004)

    24.6. Markus Hien (Würzburg)
    Literarische Bilanz: Die 68er in Uwe Timms "Heißer Sommer"

    1.7. Michael Ostheimer (Chemnitz)
    Thüringisches Wende-Mosaik: Ingo Schulzes Mikrokosmos Altenburg

    8.7. Peer Trilcke (Göttingen)
    Geschichte im Gedicht? Die Lyrik und der 11. September 2001 in Thomas Klings 'Manhattan Mundraum Zwei'


    "WahnSinn
    in Literatur und Künsten"

    Der Wahnsinn gehört als Faszinosum oder Trauma zu den großen Themen der Literatur und der Kunst. Homers Ajax, der rasende Roland, Don Quijote oder Nathanael in E.T.A. Hoffmanns Sandmann sind berühmte Beispiele dafür. Die Vorlesungsreihe wird sich fragen, warum der Wahnsinn so attraktiv für die Kunst ist, wie und warum Kunst und Wahnsinn Bündnisse eingehen, warum Kunst Wahnsinn sein kann. Die Vorträge gehen diesen Fragen in einer (medizin-)historischen und medialen Perspektive nach. Sie beziehen sich auf Literatur, Malerei, Musik und Film mit einem Themenspektrum, das von der Antike über das Mittelalter zu den großen Wahnsinnsrepräsentationen von Renaissance (Ariosto, Tasso, Cervantes, Shakespeare) und Romantik (E.T.A. Hofmann) führt. Mit Beiträgen zu den hysterischen Heldinnen der Realisten, den Bewusstseinsspaltungen in der amerikanischen Literatur sowie der für das moderne Künstlergenie symptomatischen Krankengeschichte (Van Gogh) werden aber auch psychiatrie-kritische Tendenzen sowie die Pathologisierung bestimmter gesellschaftlicher und geschlechtlicher Gruppen angesprochen.

    Die Vorlesungsreihe beginnt und endet in der Gegenwart: Die Gestaltung des Wahnsinns im modernen Kultfilm, in den Monodramen Schoenbergs und Rihms sowie in dem 2011 publizierten Roman Muttersohn von Martin Walser bestätigt die Aktualität des Themas.

    Bitte beachten Sie folgende Änderung im Programm:
    Der für den 17.12.2013 vorgesehene Vortrag von Frau Prof. Dr. Bettina Gockel (Zürich) zum Thema "Van Gogh: Ein moderner Künstler auf dem Seziertisch der Pathologen" muss krankheitshalber entfallen, stattdessen wird Herr Prof. Dr. Gregor Wedekind (Mainz) über folgendes  Thema sprechen: "Paradigmen der Sichtbarkeit. Die Physiognomie des Wahnsinns bei Théodore Géricault, Hugh W. Diamond und Henri Hering".

    Bitte beachten Sie auch die aktuell stattfindende Ausstellung in der Frankfurter Schirn-Kunsthalle "Géricault. Bilder auf Leben und Tod"  (18. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014).

    TERMINE:
    dienstags, 19.30 Uhr
    "Brose-Hörsaal" (bisher Hörsaal 166) der Neuen Universität
    Sanderring 2

    Eintritt frei.

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich erworben werden.

    Info-Flyer zum Downloaden (PDF-Datei)

    Organisation und Kontakt
    Prof. Dr. Gerhard Penzkofer
    Tel. (09 31) 31-8 56 80
    penzkofer@uni-wuerzburg.de
    und
    Prof. Dr. Irmgard Scharold
    Tel. (09 31) 31-8 56 88
    irmgard.scharold@uni-wuerzburg.de
    Neuphilologisches Institut  der Universität Würzburg, Romanistik

    Förderung und Kooperation

    P R O G R A M M

    22. Oktober 2013
    Markus Fellner "Der Wahnsinn im Kultfilm. Zum filmischen Diskurs psychischer Störung."
    ENTFÄLLT LEIDER

    29. Oktober 2013
    Michael Erler "Wahnsinn und Erkenntnis. Vom Stachel der Götter zu Sokrates als Stachel."

    5. November 2013
    Dorothea Klein " tôrheit, tobesuht, unsinne: Konzepte von Irrsinn und Wahn im deutschen
    Mittelalter."

    12. November 2013
    Michael Stolberg "Melancholiker und Lykan thropen. Medizin und Wahn sinn in der Renaissance."

    19. November 2013
    Brigitte Burrichter "Wahnsinn als Identitätsverlust. Chrétien de Troyes, Ludovico Ariosto
    und Torquato Tasso."

    26. November 2013
    Gerhard Penzkofer "Don Quijotes Wahnsinn."

    3. Dezember 2013
    Beatrix Hesse "'Sad and merry madness.'
    Das Motiv des Wahnsinns in Shakespeares Tragödien und Komödien."

    10. Dezember 2013
    Wolfgang Riedel "Unheimliche Matrix: E.T.A. Hoffmanns Wahnsinnserzählung „Der Sandmann“ (1816)."

    17. Dezember 2013
    NEU: Prof. Dr. Gregor Wedekind (Mainz) "Paradigmen der Sichtbarkeit. Die Physiognomie des Wahnsinns bei Théodore Géricault, Hugh W. Diamond und Henri Hering".

    7. Januar 2014
    Irmgard Scharold "Das Spektakel der Hysterie: Flauberts Madame Bovary und Claríns La Regenta."

    14. Januar 2014
    Jochen Achilles "Gesellschaftskritik und Bewusstseinsspaltung in amerikanischer Literatur."

    21. Januar 2014
    Martin Zenck "Von Sinnen – bei Sinnen – bei Trost: Wahnsinns-Szenen in Schoenbergs ‚Monodram‘ Die Erwartung und in Rihms Proserpina nach Goethe."

    28. Januar 2014
    Friederike Günther "Die Schönheit einer Welt in Scherben. Martin Walsers Irrenhaus-Roman Muttersohn (2011)."


    "Kulturstadt Würzburg. Kunst, Literatur und Wissenschaft von der Schönbornzeit bis zur Reichsgründung."

    Die Vortragsreihe setzt den im Wintersemester 2012/13 begonnenen Zyklus fort, richtet das Augenmerk nun aber auf den Zeitraum etwa von der Mitte des 17. Jahrhunderts, dem Beginn der Schönbornzeit, bis in das spä tere 19. Jahrhundert. Die einzelnen Vorträge würdigen herausragende Gestalten der bildenden Kunst, Architektur, Musik, Literatur und Wissenschaft. Sie werfen aber auch Schlaglichter auf das historische Umfeld, den fürstbischöflichen Hof und andere Institutionen, die Kunst, Literatur und Wissenschaft in Würzburg gefördert und damit zur überragenden Bedeutung der fränkischen Bischofs- und Universitätsstadt als Kulturmetropole beigetragen haben.

    An der Vortragsreihe beteiligen sich Wissenschaftler unserer Universität sowie auswärtige Experten. Das fachliche Spektrum reicht von der Theologie und deutschen Philologie über Geschichte und Kunstgeschichte bis zur Musikwissenschaft.

    Sie wird ein weiteres Mal organisiert von Frau Prof. Dr. Dorothea Klein, Lehrstuhl für deutsche Philologie sowie von Prof. Dr. Franz Fuchs, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und historische Hilfswissenschaften.

    Beim Besuch der Veranstaltung können 3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich erworben werden.

    Info-Flyer zur Ringvorlesung zum Herunterladen

    P R O G R A M M

    16. April 2013: Wolf Peter Klein - "Athanasius Kircher (1601/02-1680): Jesuit und Universalgelehrter"

    23. April 2013: Frank Kleinehagenbrock - "Der Hof der Fürstbischöfe von Würzburg im 18. Jahrhundert"

    30. April 2013: Franz Fuchs - "Johann Georg von Eckhart (1664-1730): Historiker des Bistums Würzburg"

    7. Mai 2013: Stefan Kummer - "Der Baumeister der Fürst bischöfe: Balthasar Neumann (1687-1753) in Würzburg"

    14. Mai 2013: Damian Dombrowski - "Tiepolos Globalität"

    28. Mai 2013: Frohmut Dangel-Hofmann: "Das Haus Schönborn und die Musik"

    4. Juni 2013: Dominik Burkard - "Ein Theologe der Aufklärung: Michael Ignaz Schmidt (1736-1794)"

    11. Juni 2013: Verena Friedrich  - "Würzburger Rokoko"

    18. Juni 2013: Helmut Pfotenhauer - "Heinrich von Kleist in Würzburg (1800)"

    25. Juni 2013: Stefan Morét - "Maler, Bildhauer, Kunstagent und Sammler: Martin von Wagner (1777-1858)"

    2. Juli 2013: Ulrich Konrad - "Richard Wagner in Würzburg (1833/34)"

    9. Juli 2013: Horst Brunner - "Deutsche Philologie an der Universität Würzburg im 19. Jahrhundert"

    16. Juli 2013: Stefan Petersen - "Handschriftenforscher und Bibliothekar: Anton Ruland (1809-1874)"

    Sie finden diese Veranstaltung und Informationen auch in unserer "Aktuelles"-Seite.


    Kulturstadt Würzburg: Kunst, Literatur und Wissenschaft  in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

    Ringvorlesung im Wintersemester 2012/13
    dienstags, 19.00 Uhr
    Hörsaal 166 der Neuen Universität, Sanderring 2

    Der Eintritt ist frei.

    Beim Besuch der Veranstaltung können
    3 ECTS-Punkte im ASQ-Bereich
    erworben werden.
    Informationen zum Erwerb.

    Gegenstand dieser Ringvorlesung

    ist das kulturelle Erbe Würzburgs, das aus Mittelalter und Früher Neuzeit auf uns gekommen ist und das den Rang der fränkischen Bischofs- und Universitätsstadt als Kulturstadt überhaupt erst begründet. Die einzelnen Vorträge würdigen herausragende Zeugnisse der bildenden Kunst, Architektur, Musik  und Literatur, sie werfen aber auch Schlaglichter auf Personen, Institutionen und kulturelle Techniken, die eine entscheidende Rolle für die Förderung von Kunst, Literatur und Wissenschaft in Würzburg gespielt haben. Zeitlich erstrecken sie sich auf den wichtigen Zeitraum von etwa 1300 bis zum Ende der Echterzeit im frühen 17. Jahrhundert. An der Vortragsreihe beteiligen sich Wissenschaftler unserer Universität, aber auch namhafte auswärtige Experten; das fachliche Spektrum reicht von Geschichte und Kunstgeschichte über Musikwissenschaft und Medizingeschichte bis zur lateinischen und deutschen Philologie und der Buchwissenschaft.

    Organisation und Kontakt:

    Info-Flyer zur Ringvorlesung (pdf)

    Vorabinformation: Die Ringvorlesung wird im Sommersemester 2013 fortgesetzt: "Kulturstadt Würzburg II: Kunst, Literatur und Wissenschaft von der Schönbornzeit bis zur Reichsgründung"; die Forstsetzung wird ebenfalls organisiert von Frau Prof. Klein und Herrn Prof. Fuchs.

    P r o g r a m m

    23. Oktober 2012
    Das Hausbuch als Literaturzentrum. Michael de Leone: Sammler lateinischer und deutscher Texte
    Udo Kühne, Kiel

    30. Oktober 2012
    Ortolf von Baierland und die Würzburger Medizin im späten Mittelalter
    Bernhard Schnell, Göttingen

    6. November 2012
    Deutsche Lyrik in der Bischofsstadt: Würzburger Liederhandschriften
    Stefan Tomasek

    13. November 2012
    Würzburger Kirchenmusik vom 14. Jahrhundert bis in die Echterzeit
    Andreas Haug

    20. November 2012
    Bischof Johann von Egloffstein und die Gründung der Universität Würzburg im Jahre 1402
    Franz Fuchs

    27. November 2012
    Pädagogik und Humanismus in Würzburg um 1500. Hieronymus Schenck von Siemau und Johannes Pfeiffelmann
    Klaus Arnold

    4. Dezember 2012
    Irdische Fenster zur Ewigkeit: Tilmann Riemenschneider und die Grabplastik
    Damian Dombrowski

    11. Dezember 2012
    Der Buchdruck in Würzburg um 1500
    Falk Eisermann, Berlin

    18. Dezember 2012
    "die gesellschaft hats gedichtet / auf unser Frawenberg“. Der Würzburger Aufstand von 1525 im Spiegel der Literatur des 16. Jahrhunderts
    Joachim Hamm

    8. Januar 2013
    Die Architektur Würzburgs in der Echterzeit
    Stefan Kummer

    15. Januar 2013
    Herbipolis Wurtzgärtlein. Friedrich Spee in Würzburg
    Roland Borgards

    22. Januar 2013
    Der Chronist des Bischofs: Lorenz Fries
    Helmut Flachenecker

    29. Januar 2013
    Medizinische Wissenschaft in Würzburg in der Frühen Neuzeit
    Ulrich Schlegelmilch

    5. Februar 2013
    Julius Echter als Förderer von Bildung und Wissenschaft
    Johannes Merz, Bfl. Diözesanarchiv


     

    "Die Erschaffung der Welt - alte und neue Schöpfungsmythen"

    Ringvorlesung Sommersemester 2012

    dienstags, 19.30 Uhr
    Hörsaal 166 der Neuen Universität
    Sanderring 2

    Nahezu alle Religionen und Kulturen haben Vorstellungen über die Entstehung des Weltalls und des Menschen ausgebildet. Eine Besonderheit des biblischen Schöpfungsmythos ist die Vorstellung der göttlichen Schöpfung aus dem Nichts, die für den Menschen geschaffen wurde. Die Ringvorlesung widmet sich nicht nur alten und modernen Erzählungen der Schöpfungsgeschichte, sondern fragt auch nach der produktiven Anverwandlung und Umgestaltung der Schöpfungsidee in Sprache und Literatur, Musik und bildender Kunst, nach Analogien, Verschiebungen ins Uneigentliche und säkularen Varianten. Das zeitliche Spektrum der Themen reicht von den Anfängen der Schriftlichkeit bis in die Gegenwart. An der Vortragsreihe beteiligen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen, von der Biblischen Theologie, Klassischen Philologie und Skandinavistik über die Deutsche Philologie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft bis zur Astrophysik.

    P r o g r a m m

    17. April 2012: Theodor Seidl
    Die biblischen Schöpfungserzählungen und ihr altorientalischer Kontext


    24. April 2012: Michael Erler
    Chaos und Ordnung. Zur therapeutischen Funktion griechischer Kosmogonie und Kosmologie


    8. Mai 2012: Julia Zernack , Frankfurt a.M.
    Die Entstehung der Welt in der nordischen Mythologie


    15. Mai 2012: Dorothea Klein
    Die Schöpfung in der Dichtung – der Dichter als Schöpfer: Vom Wessobrunner Schöpfungsgebet zu Oswald von Wolkenstein


    22. Mai 2012: Ulrich Wyss, Frankfurt a.M.
    Welterschaffung in Tönen


    5. Juni 2012: Barbara Hunfeld
    Der Autor als Schöpfer: Jean Paul


    12. Juni 2012: Ulrich Konrad
    Cosmogonie nègre. Afrikanische Weltschöpfungsmythen in Fernand Légers und Darius Milhauds Ballett La création du monde (1923)


    19. Juni 2012: Wolfgang Riedel
    Umbau der Erde. Schöpfungsmythos, Evolutionstheorie und Technikutopie in Alfred Döblins Roman Berge, Meere und Giganten (1924)


    26. Juni 2012: Wolf Peter Klein
    Wortbildung als Weltbildung. Die Erschaffung der Welt durch Sprache


    3. Juli 2012: Damian Dombrowski
    „A myth of genesis“: Weltschöpfung und Schöpfungspathos in der amerikanischen Malerei um 1950


    10. Juli 201: Karl Mannheim
    Ursprung und Entwicklung des Universums in astrophysikalischer Sicht


    17. Juli 201: Friederike Günther
    Vom Sterben des Anfangs. Botho Strauss´ Beginnlosigkeit


    Ringvorlesung "Höllenfahrten" im WS 2011/2012

    Die Ringvorlesung widmet sich der vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Thema „Höllenfahrten“ in Kunst und Literatur seit dem Altertum und fragt nach den Ursachen für seine bis heute ungebrochene Aktualität. Im Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen sollen Traditionen und prägende Vorstellungen von „Höllenfahrten“ aufgezeigt und im Rückgriff auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen untersucht werden.

    In wieweit, so ist zu fragen, wird in „Höllenfahrten“ der jenseitige Raum zum Bedeutungs- und Funktionsträger? Welche Rolle spielen hierbei transgressive Phänomene wie Grenz- und Schwellenüberschreitungen? Inwiefern öffnet das Erzählen von der Unterwelt einen Freiraum
    zur Konstruktion normativer oder gegenläufi ger Ordnungen (die Unterwelt als „Dystopie“ oder „Heterotopie“) und zur ästhetischen Imagination abweichender Raum- und Welterfahrungen?

    Zu solchen systematischen Fragestellungen tritt der Umstand, dass das Konzept der „Höllenfahrt“ seit der frühen Neuzeit in andere Vorstellungsbereiche übertragen werden kann, in denen Grenz- und Tiefenerfahrungen eine Rolle spielen (etwa in der Psychoanalyse oder auch im Bergbau). Solche Verschiebungen ins Uneigentliche, die man als Phänomene einer Säkularisierung begreifen kann, zeigen die archetypische Bedeutung des Themas „Höllenfahrten“, das immer neue Ausgestaltungen von Grenz- und Anderwelten provoziert.

    An der Vortragsreihe sind Würzburger Wissenschaftler und Gastvortragende anderer Universitäten beteiligt. Sie betrachten das Thema „Höllenfahrten“ aus den Fachperspektiven von Ägyptologie, klassischer Philologie (Gräzistik, Latinistik), Theologie, Alt- und Neugermanistik, Romanistik, Kunstgeschichte, Amerikanistik sowie – in einem abschließenden Vortrag, der über die Geisteswissenschaften hinausweist – der Kardiologie bzw. Intensivmedizin.

    Termin: wöchentlich am Dienstagabend, 19:30 Uhr im Hörsaal 166 der Neuen Universität.

    Wir informieren auch per Poster und Informationsflyer (Vorderseite, Hinterseite)

    Die Veranstaltung finden Sie auch in unserer "Talks und Events"-Seite.

    Unterstützung und Kooperation: 


    "Der Tod und die Künste"

    Ringvorlesung im Sommersemester 2011

    Die Künste haben sich seit den frühesten Zeugnissen der Bestattungskultur immer wieder an Antworten versucht und Deutungen des Todes erprobt, die den Einzelnen mit teils tröstlichen, teils erschreckenden Visionen seines Endes konfrontierten. Die Frage nach dem Tod zielt daher in den Kernbereich der Anthropologie und ist als solche von jeher Thema der Künste. Die Vorlesung wird die ästhetische Verarbeitung des Todes von der Antike bis zur Gegenwart aus literatur-, musik- und kunstwissenschaftlicher Perspektive verfolgen und veranschaulichen, inwiefern die Künste mit der zunehmenden Säkularisierung Aufgaben der Theologie übernehmen.

    Der zunehmenden Verdrängung des Todes aus dem Alltagsleben der Moderne seit der Frühen Neuzeit entspricht eine geradezu gegenläufige Entwicklung in den Künsten, die diese äußerste Grenzerfahrung in immer neuer Form vergegenwärtigen. Das ästhetische Spektrum umfasst dabei die Überhöhung des Menschen im Angesicht des Todes und zugleich seine äußerste Erniedrigung, es spiegelt Erlösungshoffnungen und apokalyptische Schreckenszenarien. Die Ringvorlesung will ein über den universitären Diskurs hinausgehendes Bewusstsein dafür wecken, dass die künstlerische Auseinandersetzung mit der anthropologischen Tatsache Tod gegenüber anderen kulturellen Verarbeitungen zunehmend an Gewicht gewonnen hat.

    Termin: wöchentlich am Dienstagabend, 19 Uhr s.t. im Hörsaal 166 der Neuen Universität.

    Eintritt frei.

    3.5.

    „Wandle umher wie in einem Leichentuch“. Philosophisch-literarische Strategien im Umgang mit dem Tod in der Antike (Platon-Epikur)

    Prof. Dr. Michael Erler (Würzburg)

    10.5.

    Wie mittelalterliche Autoren vom Tod erzählen

    Prof. Dr. Dorothea Klein (Würzburg)

    17.5.

    Das mittelalterliche Königsgrabmal und die Kunst der Machterhaltung

    Prof. Dr. Tanja Michalsky (Berlin)

    24.5

    „Der Tod ist groß. Wir sind die seinen“. Tod und Sterben bei Rainer Maria Rilke

    Prof. Dr. Fred Lönker (Freiburg)

    31.5.

    Der tote Zarewitsch und das Sterben des Godunov in Chronistik, Drama und Oper

    Prof. Dr. Andreas Ebbinghaus (Würzburg)

    7.6.

    Kann Kunst im Sterben trösten? Ein Grenzgang zwischen Literatur und Theologie

    Prof. Dr. Erich Garhammer (Würzburg)

    Mittwoch,
    15. 6.,
    19 Uhr s.t., Neubaukirche

    Über das „tragische Lebensgefühl“ des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und seine Nachgeschichte.

    Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford)

    21.6.

    Der architektonische Umgang mit der Zerstörung Würzburgs

    Prof. Dr. Stefan Kummer (Würzburg)

    28.6.

    Ein Grab in den Lüften – Paul Celans Todesfuge und die Lyrik nach Auschwitz

    Prof. Dr. Jörg Robert (Würzburg)

    5.7.

    Sterben: Keine Kunst? Eine Bestattungsmusik von 1694, ein Todesdiskurs von 1983, ein Musiktheater von 2010

    Prof. Dr. Andreas Haug (Würzburg)

    12.7.

    „...daß man gestorben sein muß, um ganz ein Schaffender zu sein“. Tomas Manns Künstlerfiguren

    Prof. Dr. Irmela von der Lühe (Berlin)

    19.7.

    Den Tod vor Augen. Lyrische ars moriendi heute

    Prof. Dr. Wolfgang Riedel (Würzburg)


    Weitere Informationen:

    Sie können das gesamte Vorlesungsprogramm mit weiteren Informationen auch unseren Info-Faltern entnehmen, die wir versandt haben und Ihnen bei Interesse auch gerne zukommen lassen; Sie finden den Falter auch hier als PDF-Datei zum Herunterladen: Aussenseite   Innenseite

    Anfahrt/Lageplan (jpg)

    Organisation:
    Dr. Friederike Felicitas Günther
    Institut für deutsche Philologie
    (09 31) 31 - 8 21 76

    Kontakt:
    Graduate School of the Humanities
    (09 31) 31 - 8 25 29

    Studium Generale
    (09 31) 31 - 8 25 18

    Unterstützung und Kooperation: 

    Universitätsbund Würzburg

    Katholische Akademie DOMSCHULE